Zwischen KI-Hype & Ausbildungsrealität: Wie Ausbilder:innen KI sicher und sinnvoll nutzen
Wie Ausbildungsbetriebe KI konkret und ohne Risiko einsetzen – abseits von Buzzwords und Tool-Chaos
📅 On-Demand-Webinar (jederzeit abrufbar)
Viele Betriebe starten beim Thema KI mit der falschen Frage: „Welches Tool sollen wir nutzen?“ Mike Joszko macht im Webinar klar, warum das der zweite statt der erste Schritt ist: KI ist zunächst ein Prozessthema, kein Tool-Thema. Wer einen schlechten Prozess mit KI beschleunigt, bekommt keinen besseren Prozess – nur einen schnelleren schlechten.
Luca Marie Müller, Mike Joszko und Corven Krenke ordnen im Webinar ein, was heute in Recruiting, Lernen und Verwaltung tatsächlich funktioniert, wo der Mensch die Entscheidung niemals abgeben darf – und wie der Einstieg gelingt, ohne sich zu verzetteln. Als Grundlage dient kein Bauchgefühl, sondern das Talent2Go-Whitepaper „KI in der Berufsausbildung“ mit aktuellen Daten, Checklisten und einem konkreten 90-Tage-Fahrplan.
Das erwartet Sie in dieser Aufzeichnung:
📍 Teil 1 – Ausgangslage: KI in der Ausbildung – Hype vs. Realität. Warum KI zuerst ein Prozessthema ist, welche Denkfehler Betriebe beim Einstieg machen und was aktuelle IHK-Daten über den KI-Einsatz bei Azubis zeigen.
🚀 Teil 2 – Konkrete Use Cases: Wo KI heute schon Aufwand spart. Stellenanzeigen, Bewerbersupport, eigener Übungsassistent für die Prüfungsvorbereitung, diktierte Berichtshefte – und warum die finale Entscheidung immer beim Menschen
🧭 Teil 3 – Einordnung & nächste Schritte: Womit anfangen, was lassen. Drei Leitfragen für den Einstieg, die Impact-Effort-Logik aus dem Whitepaper und drei Kernbotschaften für die interne Kommunikation an Ausbilderteam, Azubis und Geschäftsführung.
✅ Live Q&A: Luca Marie Müller, Corven Krenke und Mike Joszko beantworten Fragen direkt aus der Praxis.
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➡️ KI ist kein Tool-Thema, sondern ein Prozessthema. Die erste Frage ist nicht, welches KI-Tool eingesetzt werden soll, sondern wo im Ausbildungsalltag heute Aufwand entsteht, den KI sinnvoll übernehmen könnte – etwa bei Stellenanzeigen, Feedback zu Lernaufgaben, Protokollen oder Prüfungsfragen. Ein schlechter Prozess wird durch KI nicht besser, nur schneller schlecht.
➡️ Die KI liefert Daten, der Ausbilder liefert das Urteilsvermögen. KI kann formulieren, strukturieren und zusammenfassen – aber sie erkennt nicht, ob ein Azubi im Gespräch wirklich verstanden hat, ob eine Entscheidung fair ist oder was zwischenmenschlich mitschwingt. Genau deshalb bleibt die Verantwortung immer beim Menschen.
➡️ 62% der Azubis nutzen KI privat, 50% in der Berufsschule, 22% bereits im Ausbildungsbetrieb. Diese Zahlen aus einer aktuellen IHK-Umfrage (2026) zeigen: Die Frage ist längst nicht mehr, ob Azubis KI nutzen, sondern wo und wie sie lernen, professionell und kritisch damit umzugehen. Wer als Betrieb schweigt, riskiert unkontrollierte „Schatten-KI“ ohne Regelwerk, Qualitätskontrolle oder Datenschutz.
➡️ Ein historischer Recruiting-Fall zeigt, wie real das Diskriminierungsrisiko ist. Ein großer internationaler Online-Händler trainierte ein KI-Bewertungstool mit überwiegend männlichen Bewerbungen aus der Vergangenheit – das System bewertete daraufhin Bewerbungen mit weiblich gelesenen Namen systematisch schlechter. Das Beispiel macht deutlich: KI übernimmt bestehende Verzerrungen aus Trainingsdaten, statt automatisch objektiv zu entscheiden.
➡️ Drei konkrete Use Cases, die heute schon nachweislich Aufwand sparen: ein eigener Übungsassistent für die Prüfungsvorbereitung auf Basis der eigenen Ausbildungsunterlagen in einer datenschutzsicheren Instanz, automatisierte Ausbildungsplanung ohne KI-Modell im Hintergrund (bis zu 50% Zeitersparnis laut Kundenbeispiel), und diktierte Ausbildungsnachweise, die die KI strukturiert – wobei die finale Freigabe immer beim Ausbilder bleibt.
➡️ Drei einfache Leitfragen entscheiden, ob ein KI-Einsatz sich lohnt: Hilft der Einsatz Azubis oder dem eigenen Alltag konkret weiter? Ist er in zwei bis vier Wochen umsetzbar? Ist er rechtlich und datenschutzseitig überschaubar? Wer mindestens zwei dieser Fragen mit „Ja“ beantworten kann, hat einen guten Einstiegspunkt gefunden.
➡️ Die Impact-Effort-Logik aus dem Whitepaper gibt klare Priorität vor: Hoher Nutzen bei wenig Aufwand bedeutet sofort starten – etwa Unterweisungsplanung mit KI, ein Feedback-Assistent oder eine eigene Prompt-Bibliothek für das Ausbildungsteam. Hoher Nutzen bei viel Aufwand wird zurückgestellt. Manches gehört klar in die Kategorie „Finger weg“: vollautomatisierte Prüfungsbewertung und automatisiertes Aussortieren von Bewerbungen gelten nach dem EU AI Act als Hochrisikofälle, bei denen der Mensch zwingend die Kontrolle behält.
➡️ Drei Kernbotschaften für die interne Kommunikation, je nach Zielgruppe. Für das eigene Ausbilderteam: KI entlastet, sie macht niemanden überflüssig – weniger Excel, weniger Copy-Paste, mehr Zeit für Gespräche und Coaching. Für Azubis und Betriebsrat: Der Mensch trifft immer die finale Entscheidung, keine heimliche Vollautomatik bei Noten oder Bewertungen. Für Geschäftsführung und Datenschutz: Der Einsatz erfolgt strukturiert und rechtssicher, nicht experimentell.
➡️ Seit Artikel 4 des EU AI Act ist KI-Kompetenz eine Pflichtaufgabe für Betriebe. Wer KI einsetzt – und das ist mittlerweile praktisch überall der Fall – muss die Menschen schulen, die damit arbeiten. Unwissenheit schützt nicht vor Verantwortung.
➡️ Die Rolle des Ausbilders wird durch KI nicht überflüssig, sondern wichtiger. Statt nur Wissen zu vermitteln, wird der Ausbilder zum Begleiter, Prüfer, Kontextgeber und Qualitätsfilter. Entscheidend ist nicht mehr, möglichst viele KI-Tools zu kennen, sondern gute Anwendungsfälle von schlechten zu unterscheiden.
➡️ Größe ist kein Hindernis – sie verändert nur das Tempo. Große Unternehmen haben mehr Abstimmungsbedarf, aber auch mehr Ressourcen. Kleinbetriebe entscheiden schneller und pragmatischer. Die Frage ist nicht mehr, ob ein Betrieb KI einsetzt, sondern wie tief und wie schnell.
„Die Frage ist nicht mehr, ob ihr KI einsetzt, sondern wie tief und wie schnell.“
Corven Krenke – Account Executive @ Talent2Go
„Nur weil wir KI einsetzen können, heißt es nicht automatisch, dass wir ihr auch alles überlassen sollten.“
Luca Marie Müller – Brand Ambassador @ Talent2Go GmbH
Webinar-Zusammenfassung: Wie Ausbildungsbetriebe KI wirklich sinnvoll einsetzen
Warum viele Betriebe beim KI-Einsatz zögern
Zögern ist nicht automatisch ein Fehler – oft steckt dahinter ein berechtigtes Verantwortungsbewusstsein. Datenschutz- und DSGVO-Bedenken, fehlende Freigabe durch Geschäftsführung oder IT und Unklarheit darüber, was Azubis überhaupt dürfen, waren im Webinar die meistgenannten Hürden. Gleichzeitig zeigte die Live-Umfrage: 39% der Teilnehmenden setzen KI im Betrieb längst ein – KI in der Ausbildung ist also weniger Zukunftsthema als praktische Gegenwart.
Wo KI wirklich Aufwand spart – und wo klare Grenzen gelten
Das Webinar unterscheidet konsequent zwischen sinnvollen Einstiegspunkten und rechtlich heiklen Bereichen. Unterweisungsplanung, Feedback-Formulierung und eine eigene Prompt-Bibliothek sind risikoarme Startpunkte mit sofortigem Nutzen. Vollautomatisierte Prüfungsbewertung und automatisiertes Aussortieren von Bewerbungen gehören dagegen klar in die „Finger weg“-Kategorie, weil der EU AI Act hier von Hochrisikofällen spricht und der Gesetzgeber die menschliche Kontrolle zwingend vorschreibt.
Der pragmatische Mittelweg zwischen Hype und Realität
Der rote Faden des Webinars lässt sich in drei Prinzipien zusammenfassen: klein und sinnvoll einsteigen, klar kommunizieren, und Entscheidungen auf Daten statt Bauchgefühl stützen. Wer seine Rolle vom reinen Wissensvermittler zum KI-Coach weiterentwickelt, bleibt trotzdem beim Kern der Ausbildung: Ausbildung ist und bleibt Beziehungsarbeit, die keine Maschine ersetzen kann.
KOSTENLOSER RATGEBER
KI in der Berufsausbildung
Das Whitepaper liefert genau das, was im Webinar angesprochen wurde: einen KI-Readiness-Check, Datenschutz- und Rechts-Checklisten zum EU AI Act, eine Prompt-Bibliothek, Rollenspielszenarien und einen konkreten 90-Tage-Aktionsplan .
Wer mehrere Azubis ausbildet, kennt den Klassiker: Excel-Dateien mit Version 3, Final, Final 2, ausgedruckte Berichtshefte, Fristen im Kalender und Informationen, die irgendwo zwischen Desktop,...
Der Ausbildungsvertrag ist unterschrieben, die Freude ist groß — und dann passiert erst einmal nichts. Genau in dieser Phase gehen viele Azubis verloren, nicht wegen...
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